Die Pianecce-Nekropole bildet nur einen kleinen Teil eines großen Gräberfeldes, das den gesamten Hang am Ende des Hochplateaus von Sarteano einnimmt. Bislang wurde aber die Lage des etruskischen Dorfes, dessen Einwohner hier bestattet wurden, nicht eruiert.
Im Südwesten der frei zugänglichen Nekropole befinden sich die Gräber der ältesten Phase, die zwischen der zweiten Hälfte des 6. Jhs. v. Chr. und dem 5. Jh. v. Chr. angesiedelt werden. Die Strukturen sind mittelgroß bis klein und aus dem Travertinfelsen gehauen. Zu den monumentalen Grabkammern führen zum Teil lange Eingangskorridore.
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Der Podiumsaltar
Vom Parkplatz kommend erreicht man zuerst eine zwischen 2007 und 2009 entdeckte halbkreisförmige Struktur aus Travertinblöcken. Die Anlage, die mit drei darunter liegenden Gräbern verbunden ist, hat einen Durchmesser von 16,5 Metern. Die großen Steinblöcke wurden ohne Mörtel aufeinander gesetzt und liegen auf dem natürlichen Felsboden, der speziell dafür präpariert wurde. Die Rampe an der Südseite zeigt, dass das Podium ursprünglich nicht mehr als eine oder zwei Steinschichten höher war als das, was heute noch steht. Diese Konstruktion wurde wahrscheinlich für Bestattungsriten zu Ehren der Toten der Familien benutzt, die zwischen dem Ende des 6. und dem 3. Jh. v. Chr. hier lebten. Man kann sich vorstellen, dass oben auf dem Podium ein Baldachin stand, unter dem der Verstorbene aufgebahrt wurde, bevor man ihn zu seiner letzten Ruhestätte brachte. Wahrscheinlich fand hier auch ein Teil der Leichenfeiern und Aufführungen statt, die mit der Bestattungszeremonie zu tun hatten (Tänze, athletische Wettkämpfe, Boxen und andere Rituale). In den dazugehörigen Gräbern wurden zahlreiche Grabbeigaben gefunden, darunter zahlreiche schwarz- und rotfigurige attische Keramiken und auch einige beachtenswerte Goldschmiedearbeiten, die Anlass zu der Vermutung geben, dass zu der Zeit in der Gegend um das heutige Sarteano auch hochrangige Familien von „städtischem“ Niveau gelebt haben müssen.
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Das Grab der „höllischen Quadriga“
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Das Städtische Archäologische Museum von Sarteano
Das 1997 gegründete „Museo civico archeologico di Sarteano“ ist im Palazzo Gabrielli im Stadtzentrum untergebracht. Die untere Etage des Museums ist den aufsehenerregenden Ergebnissen der Ausgrabungen in der Nekropole von Pianacce gewidmet. Neben der maßstabsgetreuen Reproduktion des Grabes der „Quadriga Infernale“ beherbergt das sehenswerte Museum auch zahlreiche Fundstücke von außergewöhnlich hoher künstlerischer Qualität.
Die „Tomba della quadriga infernale“ ist mit einzigartigen Malereien geschmückt, die wegen der Originalität der Szenen und der bestens erhaltenen Farben beeindruckend wirken. Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein von zwei Löwen und zwei Greifen gezogener zweirädriger Wagen, der von einem Dämon gelenkt wird.
Wahrscheinlich handelt es sich um eine innovative Darstellung des Dämons Charun als Wagenlenker, der dem griechischen Charon entspricht und dessen Aufgabe es war, die Seelen der Verstorbenen in den Hades zu begleiten.
Die beiden Verstorbenen sind halbliegend beim ewigen Bankett dargestellt, während sie eine einzigartige Geste der Zuneigung austauschen. Vielleicht handelt es sich um Vater und Sohn, die mit unterschiedlicher Hautfarbe abgebildet sind, um den Altersunterschied zu zeigen.
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Darunter befindet sich eine Zierleiste mit Delphinen, die in die Meereswellen springen. Der Sprung symbolisiert den Moment des Übergangs ins Jenseits.
Die dreiköpfige Schlange stellt eines der vielen Ungeheuer dar, die nach damaliger etruskischer Vorstellung im Jenseits lebten.
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Auf der aus dem Grab 14 geborgenen Urne ist eine Szene dargestellt, in der sich eine liebende Mutter von ihrem verstorbenen Sohn verabschiedet.
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